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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen:

Frauenrechte gelten überall

Laut UN-Charta haben Frauen auf der ganzen Welt das Recht auf freie Entfaltung, Bildung und wirtschaftliche Sicherheit. Die Realität sieht anders aus.

In vielen Ländern werden Frauen bedroht, erniedrigt und ausgebeutet. Sexuelle Gewalt wird als Mittel der Kriegsführung eingesetzt. Frauen werden von den IS-Truppen vergewaltigt, zwangsmissioniert und versklavt. In Nigeria haben die Islamisten von Boko Haram Hunderte von Frauen und Mädchen entführt und verkauft. „Die Ausbeutung von Frauen ist und bleibt in vielen Ländern der Welt leider an der Tagesordnung “, erklärt Dr. Patricia Aden, Vorsitzende des Frauenrates NRW anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2014.

Gewalt gegen Frauen gibt es auch in unserem Land, aber sie ist kein öffentliches Thema. Über häusliche Gewalt spricht man nicht. Auch nicht darüber, dass immer wieder Frauen, die sich von ihrem Partner trennen wollen, verfolgt und umgebracht werden. Vergewaltigungsopfer wissen oft nicht, an wen sie sich wenden sollen, trotz vorhandener Hilfsstrukturen. Ein besonders trauriges Kapitel ist die Zwangsprostitution, die unser Rechtsstaat nicht in den Griff bekommt. „Die weltweite Missachtung von Frauenrechten ist kein Grund zur Selbstzufriedenheit“, so Patricia Aden, „auch wir müssen uns anstrengen, damit in Deutschland jede Frau sicher leben kann.“ Deshalb fordert der Frauenrat NRW e. V. eine verlässliche Finanzierung der Frauenhilfeinfrakstruktur, um betroffenen Frauen und Kindern in traumatischen Lebenslagen schnelle und umfassende Hilfe und Unterstützung zu gewähren.