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Ältere Frauen wertschätzen

Die alleinstehende, meist verwitwete, alte und einsame Frau, die in einem Ein-Personen-Haushalt lebt und mehr oder weniger ausreichend materiell abgesichert ist, wird oft als eine Darstellungsmöglichkeit gewählt, um ältere Menschen zu beschreiben. Mit fortschreitendem Lebensalter werden Frauen häufig ausgegrenzt oder abgewertet und tragen so ein hohes Risiko für Alterseinsamkeit.

Die Fähigkeiten und Kräfte jedes Menschen lassen mit steigendem Alter schnell nach. Der altersbedingte Rückgang fast aller Funktionen trifft jeden. Er gehört zum normalen Verlauf des Lebens genauso dazu, wie die noch nicht voll ausgebildeten Fähigkeiten junger Menschen. Für Kindheit und Jugend wird das ganz selbstverständlich akzeptiert, nicht jedoch für die Lebensabschnitte des höheren Alters. Stetig fortschreitende altersbedingte Einschränkungen werden viel zu schnell und oft voreilig als behandlungsbedürftige Krankheiten eingestuft. Von den Betroffenen selbst aber auch von Teilen unserer Gesellschaft wird das Alter sehr leicht durch das vorherrschende Ideal aus Jugendlichkeit und Schönheit verdrängt. Nachlassende Fähigkeiten führen leider dazu, dass insbesondere ältere Frauen viel zu schnell und zu oft von einer vollumfänglichen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden. Das gilt selbst dann, wenn ihre Fähigkeiten und Kompetenzen an vielen Stellen dringend gebraucht werden.

Seniorinnen beherrschen oft noch Kulturtechniken, die verloren zu gehen drohen. Sie liefern wertvolle Unterstützung für jüngere Frauen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ältere Frauen ermutigen durch ihre Erfahrung und ihre Einsicht in das Wesentliche. Sie bringen oft die nötige Geduld auf, die in der Schnelllebigkeit der heutigen Anforderungen immer schwerer fällt.

„Als Inklusive Gesellschaft bezeichnet man ein Konzept für ein Zusammenleben von Bürgerinnen und Bürgern, in der jeder Mensch so akzeptiert wird wie er ist,“ sagt Dr. Patricia Aden, die Vorsitzende des FrauenRat NRW. „Jeder Mann und jede Frau sollte unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft an den Angeboten einer inklusiven Gesellschaft gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben können,“ verlangt die Ärztin. „Das ist ein sehr guter Weg gegen Alterseinsamkeit.“

Der FrauenRat NRW fordert, den Begriff „Inklusive Gesellschaft“ so zu benutzen, dass auch die älteren Frauen ausdrücklich eingeschlossen sind. Vom gesellschaftlichen Leben dürfen Seniorinnen nicht ausgeschlossen werden. Ein hohes Einsamkeitsrisiko sollten sie nicht tragen. Es sind daher angemessene Konzepte zu entwickeln, die die Kompetenzen und Fähigkeiten älteren Frauen berücksichtigen und ihnen eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Das ist ein vielversprechender Weg zur Vermeidung von weiblicher Alterseinsamkeit!

Nächste Termine

03.09.19 Vorstandssitzung

17.09.19 Sommerempfang

21.09.19 Veranstaltung zur Digitalisierung

01.10.19 Vorstandssitzung

08.-10.11.19 Konferenz der Landesfrauenräte in Wiesbaden

19.11.19 Vorstandssitzung

10.12.19 Telefonkonferenz

Letzte Pressemitteilung

Geburtshilfe in Nordrhein-Westfalen besonders in ländlichen Regionen stärken

Anlässlich des Welthebammentages am 5. Mai macht der FrauenRat NRW auf die Situation der Geburtshilfe in Nordrhein-Westfalen und Deutschland aufmerksam und fordert eine wohnortnahe, verlässliche und sichere Geburtshilfe. Stationäre Geburtshilfe unterliegt den gleichen wirtschaftlichen Parametern wie alle anderen Abteilungen eines Krankenhauses und eine Unterscheidung zwischen Stadt und Land wird nicht vorgenommen.

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