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Mit der Wahl des neuen Vorstands verabschiedet sich der FrauenRat NRW von den Mitgliedern des vorherigen Vorstands und bedankt sich sehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Wir wünschen ihnen alles Gute für ihre weiteren Vorhaben.

Dr. med. Patricia Aden leitete 15 Jahre lang die Geschicke des FrauenRat NRW als Vorsitzende und war davor bereits drei Jahre Mitglied des Vorstands. Als Delegierte des Deutschen Akademikerinnenbundes, deren Vorsitzende sie darüber hinaus von 2013 – 2019 war, hat sie sich 2005 bewusst für eine Kandidatur als Vorsitzende entschieden. Die Erfahrung, die sie mit ihrer großen Familie mit fünf Kindern selber gemacht hatte, wurde ihr ständiger Antrieb, den Sozialstaat und das zugrundeliegende Gesellschaftsbild zu hinterfragen. So organisierte sie u.a. Veranstaltungen zu Themen von Frauen in Führungspositionen über Berufswahl von Mädchen, Frauen in der Pflege, Sexismus in der Werbung und in den Medien bis hin zur Gewalt gegen Frauen und der Istanbul Konvention. In den letzten Jahren war die politische Partizipation von Frauen und deren geringe Präsenz in den Parlamenten aus Anlass der Feierlichkeiten zu 100 Jahre Frauenwahlrecht ein Dauerthema. Dr. Aden vertritt den FrauenRat NRW seit 15 Jahren auch im WDR-Rundfunkrat. „An der fundamentalen Neubewertung der Stellung von Mann und Frau beharrlich mitzuwirken“, darin hat sie ihre Aufgabe im Landesfrauenrat gesehen. Die jährliche Mitgliederversammlung war für sie immer ein Höhepunkt und sie hat den Austausch mit den Delegierten aus den vielfältigen Verbänden immer sehr geschätzt. Wir danken ihr ganz besonders herzlich für ihr langjähriges Engagement.

Nicht mehr kandidiert haben ebenfalls:

Elisabeth Thesing-Bleck, entsandt vom Berufsverband der Frauen in Business und Management nahm seit 2014 verschiedene Vorstandsämter war, bevor sie 2017 zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Ihr ist die Einsetzung des Arbeitskreises „Frauenaspekte zur Digitalisierungsstrategie des Landes NRW“ zu verdanken, den sie auch geleitet hat.

Uta Fechler von der kfd LAG NRW war seit 2015 im Vorstand und wurde 2017 stellvertretende Vorsitzende. Sie setzte sich besonders für die Beteiligung von Frauen an demokratischen Prozessen ein. Auf ihre Anregung hin wurde der Arbeitskreis „Frauen stärken, Demokratie fördern, Radikalisierung von Frauen verhindern“ eingerichtet.

Maria Berghoff vertrat seit 2014 den Westfälisch-Lippischen Landfrauenverband im Vorstand und wurde 2017 Schatzmeisterin. Zusammen mit Uta Fechler leitete sie den AK Demokratie.

Bibiane Benadio, seit 2017 weiteres Vorstandsmitglied vom DbfK Nordwest e.V. Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, unterstützte Elisabeth Thesing-Bleck in der Leitung des AK Digitalisierung.

PDF Version der Pressemitteilung "Verabschiedung von Vorstandsmitgliedern des FrauenRat NRW"

Nächste Termine

01.06.21 Vorstandssitzung
11.06.-12.06.21 Konferenz der Landesfrauenräte
29.06.21 Vorstandssitzung

Letzte Pressemitteilung

Zum Weltfrauentag fordert der FrauenRat NRW „Mehr Frauen in die Parlamente in NRW“

In dieser Woche finden die vielfältigsten Veranstaltungen in Zusammenhang mit dem Internationalen Frauentag statt. Der FrauenRat NRW möchte besonders auf die gemeinsame Anhörung des Hauptausschusses und des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen zum Gesetzentwurf zur „Einführung einer paritätischen Aufstellung der Wahllisten mit Frauen und Männern“ aufmerksam machen, die am 11. März 2021 um 11 Uhr im Plenum des Landtags NRW stattfindet. Wir freuen uns sehr, dass der FrauenRat NRW zur Anhörung als Sachverständige eingeladen wurde und verweisen auf unsere Stellungnahmen, die auf unserer Webseite veröffentlicht sind.

Der FrauenRat NRW wird vor der Anhörung mit einer kleinen angemeldeten Versammlung von 10.00 bis 10.30 Uhr vor dem Landtag NRW in Düsseldorf anwesend sein, um sichtbar zu machen, dass Parität eine Frage der Demokratie ist und wir mehr Frauen in den Parlamenten brauchen.

Im nordrhein-westfälischen Landtag sind Frauen mit derzeit nur 27,6 % deutlich unterrepräsentiert. Auch wenn die gewählten Abgeordneten, männlich, weiblich oder divers, das Volk in seiner Gesamtheit vertreten sollen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Beruf, Religion, Vermögen und weitere persönliche Merkmale, werden deren Entscheidungen, insbesondere in der Gesetzgebung, auch von der eigenen Sozialisation beeinflusst.

Frauen machen über 50 Prozent der Bevölkerung aus. Sie sind keine Minderheit, und sie sind auch keine einheitliche Interessengruppe. Aus ihrer Perspektive setzen Frauen eigene Themen, wie z. B. Pflege, Kinderbetreuung, Wohnen, Verbraucherschutz. Sie blicken aber auch aus ihrem jeweiligen Erfahrungshintergrund auf Themen, die keine spezifischen Frauenthemen sind, wie Verkehr, Finanzen, Wirtschaft.

Für die Bürgerinnen und Bürger sind deshalb die Auswirkungen der mangelnden geschlechtergerechten Besetzung der Parlamente für die Gesellschaft und ihr persönliches Leben nicht zu unterschätzen.

Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, Frauen zu einer politischen Karriere zu ermutigen und strukturelle Nachteile bei der Aufstellung von Kandidaturen innerhalb der Parteien zu beseitigen.

Da dies bislang nicht durch freiwillige Maßnahmen innerhalb der Parteistrukturen erreicht werden konnte, hält der FrauenRat NRW aufgrund des Gleichstellungsgebots in Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG ein Paritätsgesetz in NRW aus Gründen der Demokratie für notwendig.

Nur so kann es zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in den Parlamenten und damit zu einer gerechteren Politik und Gesetzgebung kommen.

PDF Version der Pressemitteilung: Zum Weltfrauentag fordert der FrauenRat NRW „Mehr Frauen in die Parlamente in NRW

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