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Düsseldorf, 04. März 2020 Der FrauenRat NRW begleitet unter Frauengesichtspunkten die Digitalisierungsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen und den damit einhergehenden digitalen Wandel in unserem Bundesland.

Die Digitalisierungsstrategie des Landes NRW basiert auf der Annahme, dass der digitale Wandel kein Selbstläufer sei, der ausschließlich von der technologischen Entwicklung bestimmt werden dürfe. Vielmehr soll er durch den Gestaltungswillen und die Gestaltungskraft der in NRW lebenden Menschen geprägt werden. Die Mitgliederversammlung des FrauenRat NRW beschloss 2019 an der Digitalisierungsstrategie des Landes mitzuwirken und eigene Ideen einzubringen. Dazu hat sie einen möglichst breit aufgestellten Arbeitskreis ins Leben gerufen.

Zwanzig Frauen erklärten sich bereit, an diesem zukunftsweisenden Thema mitzuarbeiten. Dreizehn Mitgliedsverbände des FrauenRat NRW entsandten Mitgliedsfrauen in den Arbeitskreis. Zwei Einzel-Expertinnen unterstützten die Arbeit des Teams. Zusätzlich verstärkte ein Verband für Frauen mit Migrationshintergrund, der nicht zu den Mitgliedsverbänden des FrauenRat NRW zählt, den Stab. Vier Fachgruppen bearbeiteten jeweils unabhängig voneinander einen der vier ausgewählten Themen-Schwerpunkte. Die komprimierte, auf ein halbes Jahr beschränkte Arbeitsphase startete mit einer Präsenzveranstaltung als Kick-off Meeting. Die gesamte inhaltliche Arbeit wurde anschließend mit Hilfe digitaler Techniken dezentral ohne weitere persönliche Treffen von den unterschiedlichsten Orten in Nordrhein-Westfalen aus geleistet. Alle in den Fachgruppen erarbeiten Teil-Ergebnisse konnten anschließend durch die Vorsitzende die Arbeitskreise zu einem gemeinsamen Dokument zusammengefasst werden, das von der Mitgliederversammlung des FrauenRat NRW noch in diesem Monat beschlossen werden soll.

„Das erarbeitete Positionspapier bildet flächendeckend die ganze Brandbandbreite der im FrauenRat NRW vertreten Vereine und Verbände ab“, erläutert Elisabeth Thesing-Bleck die Bedeutung des Dokuments. „Es ist ein praktisches Beispiel dafür, wie unter Zuhilfenahme digitaler Technologien auch im bürgerschaftlichen Engagement ein gemeinsames Erarbeiten schwieriger Sachverhalte von unterschiedlichen Orten aus möglich ist, was in einen so großen Flächenland wie Nordrhein-Westfalen sonst sehr schwierig ist“, so die Ausschussleiterin weiter. Durch dieses praktische Beispiel wurde vorgemacht, dass die ehrenamtliche Arbeit von Vereinen und Verbänden durch digitale Möglichkeiten signifikant unterstützt und vereinfacht werden kann. „Die kurze komprimierte Arbeitsphase und die nicht anfallenden Wegezeiten ermöglicht vielen Frauen eine projektbezogene Mitarbeit“ erklärt Thesing-Bleck weiter, die auch stellvertretende Vorsitzende des FrauenRat NRW ist. Auf diese Weise hat die Interessenvertretung der Frauen in NRW erstmalig mit einer großen, Verband übergreifenden Gruppe eine zukunftsweisende Arbeitsweise praxisbezogen entwickelt. Zudem konnte eindeutig gezeigt werden, dass mit dieser zeitgemäßen Herangehensweise auch Frauen erreicht werden können, die sich sonst nur schwer in bürgerschaftliches Engagement einbringen können. Dieses im täglichen Leben von Frauen erarbeitete Beispiel zeigt wie ehrenamtliche Tätigkeit zukunftsorientiert fortentwickelt werden kann.


Elisabeth Thesing-Bleck
Leiterin des Arbeitskreises „Frauenaspekte zur Digitalisierungsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen“
Stellvertretende Vorsitzende des FrauenRat NRW

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