ministerium-NRW
Wenn Frauen angefasst, begrapscht oder mit obszönen Sätzen angemacht werden, ist das keine Bagatelle, sondern eine Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte. Das Eindringen in fremden Gewahrsam steht unter Strafe, die Verletzung der Intimsphäre geht einfach so durch. Nach den Silvesterereignissen in Köln gibt es endlich öffentliche Aufmerksamkeit für sexuelle Grenzverletzungen, die jeden Tag auf der Straße, in Bus und Bahn, in Schulen und Betrieben und in der Familie stattfinden. "Selbst wenn ein solcher Vorfall angezeigt wird, nützt es in vielen Fällen nicht viel, weil die Taten teilweise nicht strafbewehrt sind. Und wenn die Taten strafrechtlich relevant sind, werden sie häufig nicht konsequent bestraft" bemängelt Kriminaloberkommissarin Petra Reichling, Mitglied im Vorstand des FrauenRat NRW e.V.
 
Der FrauenRat NRW e.V. fordert: "Nein heißt Nein" ist das Abwehrrecht jedes Menschen und muss durch das Strafrecht geschützt werden. Die Schwelle der Strafbarkeit darf nicht erst bei der Vergewaltigung beginnen, bereits die Verletzung der Intimsphäre muss strafbar sein. "Wir fordern einen zusätzlichen Paragraphen im Strafgesetzbuch, die aktuelle Reform der Vergewaltigungsparagraphen ist zu wenig" fasst die Vorsitzende Dr. Patricia Aden die einhellige Meinung des Vorstands zusammen.
 

Nächste Termine

16.11.19 Kick-Off Meeting "Demokratiebildung jetzt - nicht ohne Frauen machbar!"

19.11.19 Vorstandssitzung

10.12.19 Telefonkonferenz

Letzte Pressemitteilung

Digital braucht Sozial! Veranstaltung des FrauenRat NRW

Zum Thema „Digital braucht Sozial!“ veranstaltete der FrauenRat NRW am 21. September 2019 im Haus der Technik Essen eine gut besuchte Tagung für Frauen aus den Mitgliedsverbänden, aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Der digitale Wandel – eine kulturelle Revolution, die mit der Erfindung des Buchdruckes durch Gutenberg vergleichbar ist – ist in vollem Gange und darf nicht an den Frauen vorbei gehen. Deshalb müssen Frauen überall dort präsent sein, wo es um die Digitalisierung geht. Digitale Kompetenzen sind nicht nur etwas für Expertinnen, sie sind für alle Frauen unerlässlich.

Die Digitalisierung ist in allen Lebensbereichen spürbar und verändert unsere Gesellschaft in eine Richtung, die wir noch nicht abschätzen können. Der FrauenRat NRW hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Frauen in die Diskussion einzubringen, damit sie nicht wegdigitalisiert werden.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte in ihrem Grußwort die Verbindung zwischen der Engagementstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen und der Digitalisierung her: Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung eröffnen sich für alle Lebensbereiche neue Chancen und Möglichkeiten. Dies gilt auch für das bürgerschaftliche Engagement. Außerdem ergeben sich mit zunehmender Digitalisierung auch vielfältige, zusätzliche Betätigungsfelder für Engagierte. Es werden neue Teilhabechancen eröffnet.

Weiterlesen ...
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen