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Tagung der Konferenz der Landesfrauenräte am 21. und 22. September 2012 im Neuen Schloss in Stuttgart


c_281_187_16777215_00_images_aktuell-img_KLFR-Arbeitsraum.jpghinter-weiss.jpgDie Konferenz der Landesfrauenräte kommt einmal im Jahr zusammen. Die Vertreterinnen aus den 16 Bundesländern tauschen sich dabei über ihre Arbeit und über frauenpolitische Entwicklungen aus. Auch der Kontakt mit dem Deutschen Frauenrat wird gepflegt. 
Der FrauenRat NRW wurde von der Vorsitzenden Dr. Patricia Aden und von der stellvertretenden Vorsitzenden Maria Opterbeck vertreten.
Die Bundeskonferenz gibt den Landesfrauenräten die Möglichkeit, auch auf Bundesebene wirksam zu werden. Die von der Konferenz beschlossenen Anträge werden durch den gastgebenden Landesfrauenrat an die entsprechenden Stellen, z. B. Bundesministerien oder Bundestagsfraktionen verschickt.
Das Thema der diesjährigen Tagung "Arme Frauen – reiches Land " zeigte erneut, dass Frauen oft wirtschaftlich schlechter gestellt sind, vor allem im Alter. Verschiedene Faktoren wirken hier zusammen, wie die Unterbrechung der Erwerbsbiografie, die Lohnungleichheit und die mangelnde Anerkennung der Erziehungsleistung in der Rentenberechnung.
Der von dem Landesfrauenrat Nordrhein-Westfalen gestellte Antrag wurde einstimmig angenommen:
 

Antrag an die Konferenz der Landesfrauenräte

Stuttgart, 22.9. 2012 

Gleiche Berücksichtigung von Erziehungszeiten in der Rentenversicherung für alle Frauen


Die Konferenz der Landesfrauenräte möge beschließen:

Die Bundeskonferenz der Landesfrauenräte fordert die Bundesregierung dringend auf, bei dem Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Alterssicherung die Ungleichheit zwischen älteren und jüngeren Frauen zu beseitigen und bei der Rentenanwartschaft jeder Frau für jedes Kind drei Erziehungsjahre anzurechnen.

Begründung: 

Zur Zeit wird Frauen, deren Kinder nach 1992 geboren wurden, bei der Rentenanwartschaft für jedes Kind ein Bonus von drei Jahren angerechnet, bei Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, ist es nur ein Jahr.

Das ist besonders deshalb ungerecht, weil Frauen, deren Kinder vor dem Stichtag geboren wurden, viel weniger Möglichkeiten hatten, eigene Rentenansprüche zu erwerben, als es Frauen heute haben.
Die von dem geplanten Gesetz benachteiligten Frauen, gehören etwa den Geburtsjahrgängen 1950 bis 1965 an. Sie wuchsen noch in der Vorstellung von dem Mann als dem Familienernährer auf. Eine eigene Berufstätigkeit der Frau neben der Familie war weder gesellschaftlich anerkannt, noch war sie in vielen Fällen möglich, da familienfreundliche Konzepte der Wirtschaft und Betreuungseinrichtungen fehlten.

Das geplante Gesetz zur Stärkung der Alterssicherung soll die Rentenanwartschaft von den Personen verbessern, die trotz einer großen Arbeitsleistung während ihres Lebens nur Aussicht auf eine geringe Rente haben. Zu dieser Gruppe gehören auch die Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Daher muss der Gesetzesentwurf in diesem Punkt nachgebessert werden. 

Nächste Termine

05.02.20 Arbeitskreissitzung Demokratie

03.03.20 Vorstandssitzung

17.03.20 Telefonkonferenz nach Bedarf

28.03.20 Mitgliederversammlung

18.09.-20.09.20 Konferenz der Landesfrauenräte

Letzte Pressemitteilung

Gleichstellung stärkt Demokratie - Verbündete suchen und finden

Mehr Frauen in die Politik – Wir freuen uns über das große Interesse von MdB Christian Haase, Bundesvorsitzender Kommunalpolitische Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands. In Höxter trafen sich FU Kreisvorsitzende Viola Wellsow, stellv. CDU Kreisvorsitzende Andrea Dangela und Michael Stickeln, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Höxter mit Vertreterinnen des FrauenRat NRW zu einem Austausch. Vorsitzende Dr. Patricia Aden, stellv. Vorsitzende Uta Fechler und Beisitzerin Andrea Rupp stellten die Stellungnahme des FrauenRat NRW zum Thema „Kommunalpolitisches Ehrenamt“ vor. Deutlich wurde unser gemeinsames Anliegen: Wir wollen unsere Demokratie stärken – dazu brauchen wir mehr Frauen in der Kommunalpolitik. „Wir müssen die demokratische Basis auf allen Ebenen stärken, um uns gegen die Radikalisierung der Ränder zu stellen. Ich begrüße daher alle Initiativen, die das ehrenamtliche Engagement unterstützen“, unterstreicht Christian Haase.

Der FrauenRat NRW, Interessensvertretung von ca. zwei Millionen Frauen, setzt sich für eine stärkere politische Anerkennung und eine wirksamere finanzielle Förderung der ehrenamtlichen Arbeit in Frauenverbänden ein. Dies gilt sowohl auf kommunaler Ebene als auch in überregionalen Zusammenschlüssen. Der FrauenRat NRW unterstreicht nachdrücklich die politische Dimension des Ehrenamtes. Die ehrenamtliche Arbeit in Verbänden und Vereinen leistet einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung und zur Unterstützung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger. 

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