ministerium-NRW

In Anbetracht der aktuellen Situation möchten wir Sie auf eine Studie der medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen im Umgang mit COVID-19/ SARS-CoV 2 (Coronavirus) aufmerksam machen. Die Studie untersucht, welche Auswirkungen die tägliche Beschäftigung und Berichterstattung über das Coronavirus auf den Menschen und sein Verhalten hat. Hierzu wurde ein Fragebogen entworfen. Die Bearbeitung des Fragebogens wird auf 8 bis 10 Minuten geschätzt. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Weitere Informationen können Sie unter dem folgenden Link erhalten: https://ww2.unipark.de/uc/2020/

In den vergangenen Tagen hat sich die Situation um das Coronavirus weiter zugespitzt. Viele von Ihnen haben die neusten Entwicklungen durch die Medienberichterstattung verfolgt. In Anbetracht der Ausnahmesituation in der sich unser Land befindet, wird unsere Mitgliederversammlung abgesagt und die Durchführung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir nicht abschätzen, wann die Mitgliederversammlung nachgeholt werden kann. Eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte scheint nach der derzeitigen Lage wahrscheinlich. Sobald wir neue Informationen haben melden wir uns bei Ihnen. Selbstverständlich behalten die eingereichten Kandidaturen trotz der Verschiebung Ihre Gültigkeit.

Weltweit erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt. Statistisch gesehen sind das eine Milliarde Frauen (One Billion). In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto "BEWEGEN - ERHEBEN - LEBEN". Bei der Aktion beteiligen sich auch viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Auf der Internetseite www.onebillionrising.de können Sie der Aktionskarte entnehmen wann und wo Aktionen stattfinden.

Der Europäische Ausschuss der Regionen lädt zu der Veranstaltung „Young elected politicians – How is your region or city dealing with gender equality in policy making“ vom 04. bis 06. März 2020 nach Brüssel ein.

Die Veranstaltung ist an junge europäische Kommunal- und Regionalpolitiker*innen gerichtet, die miteinander über das Thema Geschlechterverteilung in der Regional- und Kommunalpolitik diskutieren möchten. Die Veranstaltung und Interaktion findet in englischer Sprache statt. Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass das 40. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen wurde und entsprechende Sprachekenntnisse vorliegen. Eine Anmeldung ist bis zum 30. Januar 2020 möglich. Weitere Informationen und Auswahlkriterien zur Teilnahme können Sie dem Anmeldeformular entnehmen. Das Anmeldeformular ist unter dem folgenden Link verfügbar: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/Call-YoungElectedPoliticians4GenderEquality

Stellungnahme des FrauenRat NRW anlässlich der schriftlichen Anhörung der Enquetekommission III des Landtags Nordrhein-Westfalen

Kommunalpolitisches Ehrenamt und politische Partizipation stärken

Situation

Der FrauenRat NRW, Interessensvertretung von ca. zwei Mio. Frauen, setzt sich für eine stärkere politische Anerkennung und eine wirksamere finanzielle Förderung der ehrenamtlichen Arbeit in Frauenverbänden ein. Dies gilt sowohl auf kommunaler Ebene als auch in überregionalen Zusammenschlüssen. Der FrauenRat NRW unterstreicht nachdrücklich die politische Dimension des Ehrenamtes. Die ehrenamtliche Arbeit in Verbänden und Vereinen leistet einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung und zur Unterstützung der Interessen der Bürgerinnen und Bürgern.

Ehrenamtliches Engagement in unseren Mitgliedsverbänden politisiert unsere Mitglieder und stärkt das Selbstbewusstsein, sich politisch zu engagieren, besonders auf kommunaler Ebene.

Verbände fördern die politische Diskussionskultur und die Meinungsbildung in der Zivilgesellschaft. Sie machen es möglich, dass ehrenamtliche Aktivitäten in politischer Mitwirkung münden können.

Für Frauenverbände erwarten wir in diesem Bereich eine vermehrte finanzielle Förderung. Dies betrifft insbesondere eine stärkere, unbürokratische finanzielle Unterstützung von Bildungsveranstaltungen für Demokratie.

Herausforderungen

Nicht nur in den Parteien, auch in der Gesellschaft muss es zu einem „Kulturwandel“ kommen, der es Frauen leichter möglich macht, ehrenamtliches Engagement im Spannungsfeld zwischen familiären Verpflichtungen und Beruf zu verwirklichen.

Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, Frauen für eine politische Karriere zu ermutigen und strukturelle Nachteile bei der Aufstellung von Kandidaturen innerhalb der Parteien zu beseitigen.

Nächste Termine

25.08.20 Vorstandssitzung

18.09.-20.09.20 Konferenz der Landesfrauenräte

31.10.20 Mitgliederversammlung

11.06.-13.06.21 Konferenz der Landesfrauenräte

Letzte Pressemitteilung

Familienorganisationen in NRW fordern - Familien brauchen nachhaltige Unterstützung

Gemeinsame Pressemitteilung des FrauenRat NRW, der Landesarbeitsgemeinschaft Familienverbände NRW, des Fachforums Familienselbsthilfe im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit NRW.

In der Ausnahmesituation der Pandemie muss den unterschiedlichsten Bedürfnissen der Familien Rechnung getragen werden. Während der Corona-Krise verschärfen sich längst bekannte strukturelle Probleme.

„Wir wollen gestärkt aus der Krise hervorgehen, daher müssen wir uns jetzt um grundsätzliche Lösungen bemühen“, sagt Hans-Georg Nelles, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit NRW.

Mütter und Väter müssen in der aktuellen Situation gleichzeitig Erwerbsarbeit, Erziehung, Betreuung, Beschulung und Pflege stemmen. Sie sind am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Bestehende strukturelle Diskriminierungen in Bezug auf Sexismus, soziale Lage, Heteronormativität und Rassismus u.a. werden in dieser Situation noch verschärft. Alleinerziehende können sich diese Belastungen mit niemandem teilen.

Der komplette Ausfall der gesellschaftlichen Infrastruktur muss durch die Familien im Privaten aufgefangen werden. Auch Homeoffice wird für Eltern leicht zu einer Falle. Familien- und Berufsarbeit können nicht gleichzeitig ausgeführt werden. Es sind eigenständige Tätigkeiten, mit jeweils eigenem Zeitbedarf.

Eine alleinige verbale Würdigung dieser Leistungen von Familien reicht bei weitem nicht aus. Auch die finanziellen Auswirkungen und die Unsicherheit der zukünftigen Entwicklung führen zu Ängsten, zu Existenznöten und zu noch mehr Kinderarmut. Familien, deren Mitglieder in verschiedenen Ländern leben, wurden durch die strikten Grenzschließungen zerrissen.

Fast immer sind es die Mütter, die bis zur Erschöpfung arbeiten, um den Anforderungen in Beruf und Familie zu genügen. Dort, wo keine partnerschaftliche Aufteilung zwischen Berufs- und Familienarbeit gelebt wird, droht eine Überlastung der Mütter. Equal-Pay und Equal-Care werden zwar seit Langem diskutiert, werden aber nicht ausreichend umgesetzt.

„Wir müssen verhindern, dass Mütter und Väter in das traditionelle Rollenbild zurückgedrängt werden, das wir schon längst überwunden geglaubt haben“, sagt Dr. Patricia Aden. „Im Gegenteil, wir müssen die strukturellen Hindernisse beseitigen, die gleichberechtigten Lebensmodellen entgegenstehen“, so die Vorsitzende des FrauenRat NRW.

„In der öffentlichen Diskussion der letzten Wochen kamen Kinder mit ihren Rechten und besonderen Bedürfnissen nicht vor“, sagt Sabine Nagl vom Kinderschutzbund LV NRW e.V.. „Die Schließung von Schulen, Kitas und sogar von Spielplätzen sowie das Kontaktverbot beeinträchtigen die Kinder in ihrer geistigen und sozialen Entwicklung“ so die Familienfachberaterin. Kinder haben auch in Zeiten von Corona ein Recht auf Bildung. Die Schließung von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen diskriminiert vor allem Kinder aus wirtschaftlich benachteiligten Familien sowie Kinder mit besonderem Förder- und Pflegebedarf.

Finanzielle Entlastung wie ein einmaliger Kinderbonus und eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer sind zwar besser als eine rein verbale Würdigung der Leistungen der Familien, aber sie genügen bei weitem nicht, um die coronabedingten Ängste, Existenznöte und die wachsenden Kinderarmut langfristig abzumildern.

„Familien sind systemrelevant. Sie sind das Rückgrat einer stabilen Gesellschaft. Wir, der FrauenRat NRW und die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände NRW, stärken dieses Rückgrat, machen es krisentauglich und fordern eine breite öffentliche Debatte über Familie und gute Rahmenbedingungen.“ sagt André Hartjes, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände NRW.

PDF Version der Pressemitteilung "Familienorganisationen in NRW fordern – Familien brauchen nachhaltige Unterstützung"

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