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Anlässlich des Weltfrauentages am 08. März 2018 fand im Landtag Nordrhein-Westfalen die Veranstaltung „Digitalisierung 4.. Arbeit. Soziale Medien. Zukunft“ statt. Der FrauenRat NRW wirkte an der Veranstaltung mit. Die Vorsitzende Dr. Patricia Aden hielt einen Impulsvortrag zum Thema „Digitalisierung – ein Frauenthema?“. In drei Diskussionsforen wurden Ergebnisse zu den Themen „Arbeit“, „Soziale Medien“ und „Zukunft“ erarbeitet.

Im Forum Digitalisierung der Arbeit wurden folgende Ergebnisse erarbeitet:

  • Die Digitalisierung in der Arbeit bietet Frauen gute Chancen um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Flexible Arbeitszeiten, weniger Präsenzzeiten am Arbeitsplatz dafür Home-Office-Möglichkeiten und „Arbeiten on demand“ werden von vielen Frauen als Erleichterung für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit mit Familien- und Care-Arbeit empfunden.
  • Eine andere Gruppe von Frauen schätzt die zunehmende Digitalisierung für sich als ein Risikofaktor um den Wettbewerb an Arbeitsplätzen ein. Es wurden Befürchtungen geäußert, dass speziell von Frauen besetzte Arbeitsplätze durch die Digitalisierung gefährdet sein könnten.

Digitale Aktivitäten begleiten uns wie Sie alle bei unserer täglichen Arbeit. Niemand kann sich mehr vorstellen, unsere Arbeit wie ehedem nur mit Schreibmaschine (eine Urschrift mit fünf Durchschlägen!), Briefen, Postaufklebern und – das haben wir meistens schon vergessen – ziemlich teuren - Telefongesprächen zu erledigen. D a s wäre Ehrenamtlichen heute nicht zuzumuten.

Die Digitalisierung ist aber nicht nur eine Arbeitserleichterung, sie ist auch eine Aufgabe, die an uns als Landesfrauenrat große Anforderungen stellt. Denn viele, vor allem junge Frauen sind nur noch online erreichbar und existieren gleichsam nur noch virtuell. Andere Frauen verweigern sich der Digitalisierung und sind – grundsätzlich oder weil sie nicht anders können – sozusagen nur offline unterwegs. Das ist zwar menschlich verständlich – aber oft nicht sehr effektiv.

Zu einer digitalen Spaltung darf es aber weder in der Gesellschaft insgesamt noch bei uns Frauen und in unseren Verbänden kommen. Daher sind wir auf der Suche nach einer digitalen Strategie für Frauenverbände.

Anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages am 08. März 2018 findet im Landtag Nordrhein-Westfalen die Veranstaltung „Digitalisierung 4.♀. Arbeit. Soziale Medien. Zukunft“ statt. Auch der FrauenRat NRW wirkt an der Veranstaltung mit. Unsere Vorsitzende Dr. Patricia Aden hält einen Impulsvortrag zum Thema „Digitalisierung – ein Frauenthema?“. Darüber hinaus erwarten Sie Diskussionsrunden zu den Themen „Arbeit“, „Soziale Medien“ und „Zukunft“ mit dem Ziel gemeinsam Forderungen an die Landespolitik zu formulieren.

Die Veranstaltung findet von 15.00 bis 17.00 Uhr in Landtag Nordrhein-Westfalen statt. Genauere Details können Sie der gemeinsamen Einladung mit Herrn Kuper, Landtagspräsident Nordrhein-Westfalen, entnehmen.

Wir freuen uns Sie bei der Veranstaltung am 08. März 2018 im Landtag begrüßen zu können.

Sehr geehrte Gäste,

zu unserer Tagung Frauen in die Politik – neue Wege der Vernetzung heiße ich Sie, auch im Namen unseres Vorstands, sehr herzlich willkommen.

Zu unserer diesjährigen Veranstaltung Frauen in die Politik! - Neue Wege der Vernetzung am 6. Oktober 2017 laden wir Sie recht herzlich ein.

Nächste Termine

27.04.21 Vorstandssitzung
11.06.-13.06.21 Konferenz der Landesfrauenräte

Letzte Pressemitteilung

Zum Weltfrauentag fordert der FrauenRat NRW „Mehr Frauen in die Parlamente in NRW“

In dieser Woche finden die vielfältigsten Veranstaltungen in Zusammenhang mit dem Internationalen Frauentag statt. Der FrauenRat NRW möchte besonders auf die gemeinsame Anhörung des Hauptausschusses und des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen zum Gesetzentwurf zur „Einführung einer paritätischen Aufstellung der Wahllisten mit Frauen und Männern“ aufmerksam machen, die am 11. März 2021 um 11 Uhr im Plenum des Landtags NRW stattfindet. Wir freuen uns sehr, dass der FrauenRat NRW zur Anhörung als Sachverständige eingeladen wurde und verweisen auf unsere Stellungnahmen, die auf unserer Webseite veröffentlicht sind.

Der FrauenRat NRW wird vor der Anhörung mit einer kleinen angemeldeten Versammlung von 10.00 bis 10.30 Uhr vor dem Landtag NRW in Düsseldorf anwesend sein, um sichtbar zu machen, dass Parität eine Frage der Demokratie ist und wir mehr Frauen in den Parlamenten brauchen.

Im nordrhein-westfälischen Landtag sind Frauen mit derzeit nur 27,6 % deutlich unterrepräsentiert. Auch wenn die gewählten Abgeordneten, männlich, weiblich oder divers, das Volk in seiner Gesamtheit vertreten sollen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Beruf, Religion, Vermögen und weitere persönliche Merkmale, werden deren Entscheidungen, insbesondere in der Gesetzgebung, auch von der eigenen Sozialisation beeinflusst.

Frauen machen über 50 Prozent der Bevölkerung aus. Sie sind keine Minderheit, und sie sind auch keine einheitliche Interessengruppe. Aus ihrer Perspektive setzen Frauen eigene Themen, wie z. B. Pflege, Kinderbetreuung, Wohnen, Verbraucherschutz. Sie blicken aber auch aus ihrem jeweiligen Erfahrungshintergrund auf Themen, die keine spezifischen Frauenthemen sind, wie Verkehr, Finanzen, Wirtschaft.

Für die Bürgerinnen und Bürger sind deshalb die Auswirkungen der mangelnden geschlechtergerechten Besetzung der Parlamente für die Gesellschaft und ihr persönliches Leben nicht zu unterschätzen.

Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, Frauen zu einer politischen Karriere zu ermutigen und strukturelle Nachteile bei der Aufstellung von Kandidaturen innerhalb der Parteien zu beseitigen.

Da dies bislang nicht durch freiwillige Maßnahmen innerhalb der Parteistrukturen erreicht werden konnte, hält der FrauenRat NRW aufgrund des Gleichstellungsgebots in Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG ein Paritätsgesetz in NRW aus Gründen der Demokratie für notwendig.

Nur so kann es zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in den Parlamenten und damit zu einer gerechteren Politik und Gesetzgebung kommen.

PDF Version der Pressemitteilung: Zum Weltfrauentag fordert der FrauenRat NRW „Mehr Frauen in die Parlamente in NRW

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