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Gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weiblich und radikal – wie passt das zu unserer Wahrnehmung von Frauen als friedliche Bürgerinnen? Entgegen gängiger Vorstellung können Frauen auch Täterinnen sein, wie Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof in der RAF und Beate Zschäpe im NSU zeigten, so die Vorsitzende des FrauenRat NRW e.V. Dr. Patricia Aden bei ihrer Begrüßung.

Maria Friese (kfd Diözesanverband Essen) betonte zu Beginn der gemeinsamen Tagung von kfd und Landesfrauenrat, dass gerade die kfd-Frauen auf Grund ihrer unmittelbaren Kontakte zu Migrantinnen an diesem Thema interessiert sind. Auch Mitgliedsfrauen anderer Verbände nahmen teil, die Liberalen Frauen, die deutschen Akademikerinnen, die Landfrauen, die katholische Mädchen Sozialarbeit IN VIA, die Frauen in der CDA NRW und der BFBM waren vertreten.

Es gibt keine monokausale Erklärung für die Radikalisierung von Frauen, erklärte Jannis Stenzel von der Landeszentrale für politische Bildung. Auch wenn die Ursachenforschung dazu erst am Anfang stehe, könne man politische, psychologische, soziologische und individuelle Faktoren ausmachen. Anziehend wirkt neben der Ideologie zum Beispiel auch immer die erlebte Gemeinschaft.

Meike Hartwig vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen berichtete, dass dem nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzbericht zufolge unter den 3000 Anhängern der salafistischen Szene in Nordrhein-Westfalen zwölf Prozent Frauen sind. Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen geht von einer steigenden Zahl aus. Daher brauchen wir Prävention. Diese muss sehr früh einsetzen, denn wenn der Schritt zum Extremismus erst einmal getan ist, sind die Frauen oft nicht mehr ansprechbar. Präventionsarbeit bedeutet Reflexionsarbeit, zum Beispiel die Auseinandersetzung mit Frauen- und Männerrollen.

Die Wertschätzung junger Frauen und die Anerkennung ihrer Lebensrealität kann der Einstieg für eine solche Reflexion sein.

In der anschließenden Diskussion wurden viele Aspekte aufgegriffen. Wie erreicht man die gefährdeten Mädchen und Frauen, und wann muss die Prävention beginnen? Was bewegt Konvertitinnen? Wo ist die Grenze zur Radikalisierung, und wie erkennt man, dass diese Grenze überschritten ist?

Die Teilnehmerinnen möchten das Thema in einer Arbeitsgruppe weiterverfolgen. Für künftige Handlungsempfehlungen wurden Themenfelder benannt:

  • Bildung von Anfang an
  • Gezielte Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer
  • Das Grundgesetz bekannt machen, auch in der Erwachsenenbildung
  • Berufsbildung und betriebliche Weiterbildung unterstützen
  • Individuell sprachfähig werden
  • Aussteigerinnen unterstützen
  • Mütter ansprechen, die durch ihr Verhalten das patriarchale System unterstützen

Dr. Patricia Aden, Vorsitzende des FrauenRat NRW e.V.

Links und weitere Informationen:

 

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Aktuell

Einladung zum Kick-Off Meeting "Demokratiebildung jetzt - nicht ohne Frauen machbar!" am 16. November

Bei der Mitgliederversammlung am 30. März 2019 wurde die Einrichtung des Arbeitskreises „Frauen stärken, Demokratie fördern, Radikalisierung von Frauen verhindern“ beschlossen. Zu dem Kick-Off Meeting des Arbeitskreises unter dem Thema „Demokratiebildung jetzt – nicht ohne Frauen machbar!“ am Samstag, den 16. November 2019 laden wir Sie recht herzlich ein mit uns zu diskutieren und freuen uns Sie bei unserem Kick-Off Meeting begrüßen zu können.

Aufgrund von Platzkapazitäten ist eine Teilnahme nur mit vorherigen Anmeldung möglich. Wir bitten um Ihre Anmeldung in unserer Geschäftsstelle per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis zum 06. November 2019. Es besteht die Möglichkeit, Fahrgemeinschaften zu bilden. Dazu bitte Vorstandsfrau Uta Fechler direkt kontaktieren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir laden Sie herzlich ein mit uns zu diskutieren und freuen uns Sie bei unserem Kick-Off Meeting begrüßen zu können. Genauere Informationen zum Ablauf können Sie dem Veranstaltungsprogramm entnehmen.

Einladung zum Fachgespräch "Genitalverstümmelung - lebenslanges Leiden" am 8. November 2019

Der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Paderborn und der FrauenRat NRW laden Sie herzlich zu einem Fachgespräch zum Thema Genitalverstümmelung - lebenslanges Leiden am Freitag, den 8. November 2019, um 17.00 Uhr im Kreishaus Paderborn, Aldegreverstraße 10-14, 33102 Paderborn ein.

Zwei Millionen Mädchen in über 70 Ländern sind jedes Jahr aufgrund traditioneller Praktiken davon bedroht, an ihren Genitalien beschnitten zu werden. Auch in Deutschland sind Mädchen betroffen, nicht nur während eines Familienaufenthalts im Heimatland. 

Mit Schwerpunktimpulsen wollen wir uns an dem Nachmittag dem Thema Genitalverstümmelung nähern, Fragen klären und Handlungsmöglichkeiten eruieren.

Zielgruppen des Fachgespräches sind (Schul-)Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen und Fachkräfte aus dem Jugendamt, der kassenärztlichen Vereinigung, der Flüchtlingshilfe, Mediziner*innen aus den Bereichen Kinder- und Frauenheilkunde, Hebammen, weiteres medizinisches Personal, Polizei usw. Interessierte aus anderen Bereichen sind herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf Sie und hoffen, dass wir mit diesem vernetzenden Austausch dazu beitragen können, dass diese oft verschwiegene aber schwere Menschenrechtsverletzung an Mädchen und jungen Frauen im Kreis Paderborn, in Deutschland und weltweit ein Ende findet.

Weitere Infos entnehmen Sie bitte dem Flyer zum Fachgespräch.

Staatssekretärin Andrea Milz spricht ein Grußwort bei der Tagung des FrauenRats NRW e.V. „Digital braucht Sozial – Frauenaspekte zur Digitalisierung“

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, wird am 21. September 2019 bei der Tagung des FrauenRats NRW e.V. „Digital braucht Sozial – Frauenaspekte zur Digitalisierung“ im Haus der Technik in Essen ein Grußwort sprechen und für ein anschließendes Gespräch mit den Teilnehmenden bereitstehen.

Zeit: Samstag, 21. September 2019, 11.20 – 12.00 Uhr
Ort: Haus der Technik, Hollestraße 1, 45127 Essen – Raum 609


Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung eröffnen sich für alle Lebensbereiche neue Chancen und Möglichkeiten, dies gilt auch für das bürgerschaftliche Engagement. Zwar findet ein Großteil dieses freiwilligen Engagements vor Ort und in der direkten Kommunikation statt. Digitale Tools ermöglichen allerdings eine andere Kommunikation, niedrigschwellige Zugänge und hohe Flexibilität im Engagement und für die Verbandsarbeit. Außerdem ergeben sich mit zunehmender Digitalisierung auch vielfältige, zusätzliche Betätigungsfelder für Engagierte und es werden zusätzliche Teilhabechancen eröffnet. Diese neuen, digitalen Formen des Engagements verdienen die gleiche Anerkennung und Förderung wie andere Formen des bürgerschaftlichen Engagements.

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Nächste Termine

29.10.19 Vorstandssitzung
 
08.11.19 Fachgespräch "Genitalverstümmelung - lebenslanges Leiden" in Paderborn

08.-10.11.19 Konferenz der Landesfrauenräte in Wiesbaden

16.11.19 Kick-Off Meeting "Demokratiebildung jetzt - nicht ohne Frauen machbar!"

19.11.19 Vorstandssitzung

10.12.19 Telefonkonferenz

Letzte Pressemitteilung

Digital braucht Sozial! Veranstaltung des FrauenRat NRW

Zum Thema „Digital braucht Sozial!“ veranstaltete der FrauenRat NRW am 21. September 2019 im Haus der Technik Essen eine gut besuchte Tagung für Frauen aus den Mitgliedsverbänden, aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Der digitale Wandel – eine kulturelle Revolution, die mit der Erfindung des Buchdruckes durch Gutenberg vergleichbar ist – ist in vollem Gange und darf nicht an den Frauen vorbei gehen. Deshalb müssen Frauen überall dort präsent sein, wo es um die Digitalisierung geht. Digitale Kompetenzen sind nicht nur etwas für Expertinnen, sie sind für alle Frauen unerlässlich.

Die Digitalisierung ist in allen Lebensbereichen spürbar und verändert unsere Gesellschaft in eine Richtung, die wir noch nicht abschätzen können. Der FrauenRat NRW hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Frauen in die Diskussion einzubringen, damit sie nicht wegdigitalisiert werden.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte in ihrem Grußwort die Verbindung zwischen der Engagementstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen und der Digitalisierung her: Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung eröffnen sich für alle Lebensbereiche neue Chancen und Möglichkeiten. Dies gilt auch für das bürgerschaftliche Engagement. Außerdem ergeben sich mit zunehmender Digitalisierung auch vielfältige, zusätzliche Betätigungsfelder für Engagierte. Es werden neue Teilhabechancen eröffnet.

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